Faustball: Meisterschaft perfekt

Landesligameister 2010
Meisterschaft perfekt

Bereits einen Spieltag vor Ende der Saison wurde die Meisterschaft der Männer1 in der Landesliga perfekt gemacht!

Unter strahlend blauem Himmel ging es um 10 Uhr in Oberbruch bei Heinsberg in die Rückrunde. Durch den Ausfall von Schlagmann Guido, Abwehrspieler Michael Röttger und Lutz Schaper stellte sich wieder einmal die Frage, wie wir uns denn aufstellen sollten. Viele Möglichkeiten blieben ja nicht, deshalb: Stefan natürlich gesetzt am Schlag vorne links, Jörg in der Mitte, Frank und Michael Schmalbach hinten und Harald vorne rechts.

Zum Auftakt spielten wir gegen Duisburg, den direkten Verfolger, der allerdings schon vier Punkte Rückstand auf uns hatte. Obwohl das Spiel vom Ergebnis her nicht so eindeutig ausfiel, hatte man nie den Eindruck, ernsthaft in Gefahr zu geraten. Selbst der verlorene zweite Satz gab keinen Anlass, nervös zu werden. Bis auf unsere üblichen Flüchtigkeitsfehler, bei denen man sich oft genug die Haare raufen könnte, geriet unsere Mannschaft nie in Verlegenheit, das Spiel aus der Hand zu geben.

Das Endergebnis lautete: 11:8 / 14:15 / 11:8 / 11:9

Auch im zweiten Spiel das gleiche Bild: leichtfertige Fehler bei vermeintlich leichten Bällen, aber tolle Paraden bei schweren. Allerdings gaben wir auch gegen Overath einen Satz ab aber dennoch geriet die Partie nie in Gefahr, verloren zu werden.

Zum Ergebnis: 11:5 / 11:7 / 14:15 / 11:8

Nachdem schon die meisten Köpfe glühten durch die pralle Sonneneinstrahlung, war eine schöpferische Pause sehr willkommen, wurde jedoch getrübt durch die Aufgabe, das nächste Spiel schiedsrichtern zu müssen. Also noch einmal eine dreiviertel Stunde rumstehen, das Ärmchen heben, wenn der ball ausging, oder eben gar nichts tun, nur wach bleiben.

Danach konnten wir uns endlich für ein Viertelstündchen in den Schatten der großen Tribüne setzen, bevor es in die letzte Partie ging. Ob das jedoch ein Vorteil war? Denn wenn der Körper einmal zur Ruhe kommt, ist es schwer, ihn noch einmal zu motivieren, die Knochen zu bewegen und die Muskeln wieder locker zu machen. Zum Glück ging es unserem Gegener nicht anders, der wie wir schon zwei Spiele absolviert und gewonnen hatte.

Und so plätscherte der erste Satz gegen Oberbruch so dahin, keiner konnte sich richtig absetzen, es wirkte noch sehr langsam und müde. Oberbruch machte schließlich den einen Fehler mehr, den wir zum satzgewinn benötigten.

Im zweiten Satz zeigten wir mal wieder unser typisch zweites Gesicht: nichts klappte, schlechte Abwehr, schlechtes Zuspiel, harmlose Schläge. Aber vielleicht war es ja auch Taktik, um den Gegner einzulullen? ;-)

Folge: Satz natürlich verloren.

Dritter Satz: nun endlich bekam das Spiel Fahrt! Der Körper hatte sich wieder daran gewöhnt, sich zu bewegen und die Muskeln wurden warm und lockerer, auch wenn die Beine schwer blieben. Aber es entwickelte sich ein sehr spannender Schlagabtausch mit langen Ballwechseln, auch wenn wir zwischenzeitlich mit 4:9 zurück lagen. Doch aufgegeben wurde nicht, im Gegenteil, der Wille zum Kampf war da und das eigentlich kaum Mögliche wurde geschafft: wir gewannen den Satz mit 11:9!

Im vierten Satz nahm Oberbruch seinen bisherigen Hintermann mit nach vorne, um den ersten Schlagmann zu unterstützen, der von Stefan konsequent bei der Angabe aus dem Spiel genommen wurde, sprich angespielt wurde. Aber auch wir hatten auf die taktik gesetzt, Stefans verletzten Ellebogen zu schonen und Jörg als Schlag von der Mitte heraus einzusetzen, was sich aber von selbst ergab, da auch Stefan vom gegnerischen Schlagmann angespielt wurde. Und so sahen die zahlreichen einheimischen Zuschauer einen stark umkämpften, sehr interessanten und spannenden Satz, den wir mit aller Macht gewinnen wollten. Und es gelang! Wir siegten mit 12:10 und damit das gesamte Spiel. Und das mit nur der halben Belegschaft und ohne Auswechselspieler. Wahrscheinlich fiel deshalb die Freude so groß aus.

Das Ergebnis im Überblick: 13:11 / 4:11 / 11:9 / 12:10

Und somit stand auch fest, dass wir vorzeitig die Landesligameisterschaft gewonnen hatten, und das sogar ungeschlagen mit nur 5 Satzverlusten. Denn der nächste Verfolger Schaephuysen hat bereits 6 Punkte Rückstand bei nur noch zwei ausstehenden Begegnungen.

 
 
 
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